SpaceX Starship-Testflug 14: Erster Orbitflug mit Starlink-Satelliten geplant

SpaceX bereitet die 14. Starship-Mission vor und visiert für den Start den 22. September 2026 an.
Im Zentrum dieses umfassenden Testflugs steht der erste echte Orbitflug des Trägersystems, bei dem zum ersten Mal operative Starlink-Satelliten in eine Erdumlaufbahn ausgesetzt werden sollen.

Während die bisherigen dreizehn Flüge des Starship-Programms rein suborbital verliefen und die Raketen nach kurzer Zeit wieder in die Atmosphäre eintraten, sieht der Ablaufplan für das Raumschiff (Ship 41) und den Super-Heavy-Booster (Booster 21) eine vollständige Erdumkreisung vor.

Der Start erfolgt von der Starbase in Boca Chica, Texas, wobei das 75-minütige Startfenster am Morgen um 7:15 Uhr Central Time öffnet, sofern die ausstehende behördliche Freigabe erteilt wird.
Nach dem Abheben und der erfolgreichen Stufentrennung über das Hot-Stage-Verfahren führt die Booster-Stufe einen Rückflug aus und absolviert eine kontrollierte Landezündung in den Gewässern des Golfs von Mexiko.

Für diesen Test ist kein mechanischer Fangversuch am Startturm vorgesehen, weshalb Booster und Oberstufe definierte Wasserungspunkte ansteuern. Das Raumschiff wird nach knapp zehn Stunden im Pazifischen Ozean westlich von Chile wässern.

Nach dem Erreichen des Alls zündet die Oberstufe nach rund 25 Minuten (genauer bei 25 Minuten und 28 Sekunden) ein einzelnes Raptor-Triebwerk für das entscheidende Manöver zur Stabilisierung der Umlaufbahn.

Geplant ist eine Flughöhe von rund 275 Kilometern, auf der das Raumschiff sechs Erdumrundungen absolviert. Während dieser Phase öffnet sich die Nutzlastklappe zwischen der 34. und 65. Flugminute, um 26 Satelliten der neuen Starlink-V3-Generation auszusetzen. Erstmals werden zudem zwei Hitzeschildkacheln, die zuvor von Ship 40 geborgen wurden, an Ship 41 wiederverwendet, um diesen Aspekt erstmals zu testen.

Einige dieser Einheiten wurden mit speziellen Kameras bestückt, um den Zustand des Hitzeschilds während des Fluges zu dokumentieren. Nach dem Aussetzen entfalten die Satelliten ihre Solarpaneele und Antennen, um selbstständig in ihre endgültigen Bahnen aufzusteigen.

Die neuen Starlink-Satelliten bringen drastisch höhere Kapazitäten mit.
Jede Einheit stellt eine Bandbreite von rund einem Terabit pro Sekunde bereit, wodurch der Start allein die weltweite Netzwerkskapazität direkt um etwa drei Prozent steigern soll.

Hardwareseitig hat SpaceX verschiedene Modifikationen vorgenommen. Nach Problemen bei vergangenen Tests – unter anderem bei den Zündphasen im Orbit und den Landemanövern – wurden Filter und Softwareabläufe angepasst, um die Zündsicherheit der Raptor-Triebwerke zu erhöhen. Nach fast zehn Stunden im Weltraum leitet das Raumschiff schließlich das Bremsmanöver und den anschließenden Wiedereintritt ein.

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